ISABEL NORONHA

Die Heimatklänge des Fado-Gesangs, mit denen die in Lissabon geborene Fado-Sängerin Isabel Noronha aufwuchs, ließen sie nie mehr los. Schon als Kind zog es sie im Alter von 10 Jahren auf die Bühne. Nach ersten Auftritten im Fado-Gesang nahm sie Schauspielunterricht und übte sich in eigenen Kompositionen. Dem Fado zunächst in seiner vornehmlich traditionellen Struktur verbunden, wurden die Fadohäuser in den Altstadtbezirken Lissabons, Alfama und Baixa, ihre künstlerische Heimat. Hier war allerdings für neue oder gar experimentelle Interpretationen kein Raum. Unverfälscht und streng dogmatisch sollte dort der Fado-Gesang bleiben. Isabel Noronha wollte indes schon bald ihrem Gesang innovative künstlerische Impulse verleihen. Mit einem der renommiertesten Kammerorchester nahe Lissabons entwickelte sie neue Arrangements der traditionellen Fado-Literatur, gastierte in dieser Formation 2014 erstmals in der Düsseldorfer Tonhalle und stellte damit auch hier unter Beweis, dass die einfachen Botschaften des Fado-Gesanges in unterschiedlichsten Formationen ihre bleibende universelle Kraft entfalten können.